24 Sprüche
  • 1
    Bei großen Dingen genügt es auch, sie gewollt zu haben.

    Herkunft

    nach Properz / In magnis et voluisse sat est

    Bedeutung

    Es ist lobenswert, sich große Ziele zu stecken.
  • 2
    Das Szepter ist eine Sache, das Plektron die andere.

    Herkunft

    Alia res sceptrum, alia plectrum.

    Bedeutung

    Regieren ist eine Sache, die Laute schlagen (Kritisieren) die andere.
  • 3
    Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf.

    Herkunft

    nach Plautus / Homo homini lupus est.

    Bedeutung

    Menschen gefährden sich gegenseitig.
  • 4
    Der Würfel ist geworfen worden.

    Herkunft

    Gaius Julius Caesar, überliefert durch Sueton, Divus Iulius / Alea iacta est.

    Bedeutung

    Etwas ist geschehen; nicht mehr umkehrbar.
  • 5
    Die Dosis macht das Gift.

    Herkunft

    Paracelsus, dritte defensio / Dosis facit venenum.
  • 6
    Durch Liebe, Betragen, Rede und Tat erweisen sich Freundschaften.

    Herkunft

    Wortspiel, bei dem immer ein Buchstabe mehr vom Ausgangswort weggenommen wird. / Amore, more, ore, re, probantur amicitiae.

    Bedeutung

    Freundschaften sind durch Liebe, Verhalten, Gespräche, Zuhören und Handlungen bestimmt.
  • 7
    Ich gebe, damit du gibst.

    Herkunft

    altrömische Rechtsformel. Der Begriff aus der römischen Antike bezeichnete ursprünglich das Verhältnis der Römer zu ihren Göttern. Es wurde den Göttern geopfert und gehuldigt, weil man eine Gegengabe bzw. einen Gegendienst erwartete. / Do, ut des.

    Bedeutung

    Bezeichnung für Leistung und Gegenleistung
  • 8
    In einem Augenblick kann geschehen, was man sich in einem Jahr nicht erhofft hätte.

    Herkunft

    Wahlspruch des Habsburger Kaisers Ferdinand I. / Accidit in puncto, quod non speratur in anno.

    Bedeutung

    Es geschieht (oft) zufällig, worauf man jahrelang (vergebens) gehofft hat.
  • 9
    Irren ist menschlich, im Irrtum verbleiben ist dumm.

    Herkunft

    Hieronymus / Errare humanum est, in errore perseverare stultum

    Bedeutung

    Jeder begeht Fehler. Man muss nur aus ihnen lernen.
  • 10
    Jetzt verlangst du Wasser von einem Bimsstein!

    Bedeutung

    Geld von einem Armen verlangen
  • 11
    Kleidung macht keinen Mönch.

    Herkunft

    Vestimentum non facit monachum.

    Bedeutung

    Nicht die Kleidung macht den Mönch aus, sondern seine Taten.
  • 12
    Liebende sind Verrückte.

    Herkunft

    Terenz, Andria I, 3 / Amantes amentes.

    Bedeutung

    Liebende sind nicht ganz bei Trost. Sie können durch ihre Gefühle füreinander keine rationalen Entscheidungen treffen.
  • 13
    Man höre auch die andere Seite.

    Herkunft

    Rechtsgrundsatz / Audiatur et altera pars.

    Bedeutung

    Höre dir stets beide Seite eines Konflikts an.
  • 14
    Nicht den Tod fürchten wir, sondern die Vorstellung des Todes.

    Herkunft

    Seneca d.J., Moralische Briefe an Lucilius / Non mortem timemus, sed cogitationem mortis.

    Bedeutung

    Die Vorstellung, die man vom Tod hat, lässt einen erst Angst vor ihm bekommen.
  • 15
    Nutze den Tag.

    Herkunft

    kommt aus dem Lateinischen zur Zeit des Horaz und meint in seiner ursprünglichen Bedeutung „Pflücke den Tag“. / Carpe diem.

    Bedeutung

    Das Leben besteht immer nur aus einem Tag. Die Aneinanderreihung von Tagen ergibt die Summe des Lebens. Deshalb sollst du im Hier und Jetzt leben und arbeiten.
  • 16
    Schuster geh nicht über die Sandale hinaus

    Herkunft

    Plinius d. Ä. / Ne sutor supra crepidam

    Bedeutung

    Bleibe bei dem, was du kannst.
  • 17
    Tu anderen nicht, was du nicht willst, das dir geschehe.

    Herkunft

    Goldene Regel / Aliis ne feceris, quod tibi fieri non vis.

    Bedeutung

    Tu niemanden etwas an, was du selber nicht nicht erleben möchtest.
  • 18
    Verträge müssen eingehalten werden.

    Herkunft

    geht zurück auf Domitius Ulpianus der diesen Ausspruch bei seinen Rechtskommentaren nutzte / Pacta sunt servanda.

    Bedeutung

    Halte deine Versprechen.
  • 19
    Was in der Jugend nicht gelernt wird, lernt man im Alter niemals.

    Herkunft

    Nam quod in iuventus non discitur, in matura aetate nescitur.

    Bedeutung

    Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr.
  • 20
    Was wir sind, werdet ihr sein. Was ihr seid, waren wir einst.

    Herkunft

    Spruch auf einem römischen Grab / Quod sumus, hoc eritis. Fuimos quandoque, quod estis.

    Bedeutung

    Das Leben ist ein ewiger Kreislauf.
  • 21
    Wenn du Frieden willst, pflege die Gerechtigkeit.

    Herkunft

    Inschrift über dem Haager Friedenspalast / Si vis pacem, cole iustitiam

    Bedeutung

    Gerechtigkeit ist die Grundlage des Friedens.
  • 22
    Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein.

    Herkunft

    Bibel / Qui fodit foveam, incidet in eam.

    Bedeutung

    Willst du anderen etwas Böses tun, wird es auf dich zurückfallen.
  • 23
    Wer nicht zu sündigen wagt, begeht die größte Sünde.

    Herkunft

    Erasmus von Rotterdam / Maxime peccantes, quia nihil peccare conantur

    Bedeutung

    Leben dein Leben, denn du hast nur eins.
  • 24
    Über Geschmack kann man nicht streiten.

    Herkunft

    Scholastiker-Sprichwort / De gustibus non est disputandum.

    Bedeutung

    Jeder Mensch hat seinen eigenen Geschmack und seine Meinung. Belehre andere nicht über deinen, sondern akzeptiere ihren.